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Stimme.Macht.Erfolg. oder Stimme Macht Erfolg!
 

Moderiert von Clubfrau Brigitte Ramsauer hielt Andrea Stasche, ausgebildete Schauspielerin, Dozentin an der Universität Landau, Trainerin und nicht zuletzt Kaiserslauterer Clubfrau am 3. März 2010 im rekordverdächtig gut besetzten Frankfurter Presseclub ihren interaktiven Vortrag „Stimme.Macht.Erfolg. oder Stimme Macht Erfolg!" Mit den verschiedenen Hörproben und Übungen hatte er zugleich Trainingscharakter und einen hohen Lernwert.

 

Die Stimme ist ein Schlüsselreiz in der Kommunikation: sie schafft Wertungen, transportiert Meinungen, dringt in den Körper ein, z. B. eine schrille Stimme in Kopf und Bauch. Lt. der Studie "Silence Message" (Mehrabian, 1972) betreffen nur 7% der Kommunikation die Inhalte, hingegen 55% die nonverbale, 38% die paraverbale Kommunikation.

 

Stimme ist tradiert, Hörmuster aus der Kindheit werden kopiert, in erster Linie von den Eltern. Lt. Frau Stasche gibt es keine leise oder laute Stimme an sich, sondern wird sie lediglich laut oder leise benutzt. Stimme steht ferner in einem engen Kontext mit der eigenen Rolle und dem Selbstbewusstsein. Der Zugang zur Stimme geht über den Körper und ist auch von der Körperhaltung (Resonanzkörper) abhängig, was die Teilnehmerinnen selbst ausprobieren konnten.

 

Männer nutzen üblicherweise nur 3 Töne ihres Normalsprechbereichs; eine tiefe Stimme mit wenig Varianz wird mit Seriösität und Autorität gleichgesetzt. Demgegenüber bewegen Frauen sich zwischen 4 - 5 Tönen des Normalsprechbereichs. Lt. der Sprechwirkungsforschung klingt dies expressiver und vermittelt kaum Autorität, sondern eher Stereotype wie subjektiv, emotional, trivial und intuitiv. Der Sprechausdruck wird ferner ganz wesentlich beeinflusst von Melodie, Geschwindigkeit, Dynamik und Artikulation (Senken der Stimme = abschließend; gleichbleibende Stimme = weiter weisend; ansteigende Stimme = die eigene Aussage in Frage stellend). Art und Weise der Artikulation sollten freilich stes der jeweiligen Situation, den beteiligten Personen und dem Kommunikationszweck angepasst sein.

 

Da Stimme und Sprechweise erlernt sind, sind sie aber auch veränderbar. Damit die Teilnehmerinnen ihre Stimme möglichst zielgerichtet einzusetzen wissen, lernten sie bei Frau Stasche anhand verschiedener Beispiele und Übungen das grundlegende Handwerkszeug kennen, d. hh. die Einflussfaktoren aufrechtes Stehen (u. a. mit der Vorstellung, der Kopf sei mit Helium gefüllt), aufrechte Sitzhaltung ("Höckern"!) und richtiger Sprechatmung. Vielen Dank an Andrea Stasche für den trainingsähnlichen Vortrag und an Brigitte Ramsauer für die Moderation!

 

Dr. Julia Kurzrock, BPW Club Frankfurt am Main

 
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