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"Wissen, was wirkt: Kreatives Schreiben – ein Erfolgsfaktor"
Mit den Worten "Was Sie sagen und wie Sie es sagen, muss Ihre Leserschaft davon überzeugen, dass Sie ein ehrenwerter, intelligenter und vertrauenswürdiger Partner sind", leitete die Referentin und BPW-Clubfrau Nicole Beste-Fopma ihren Vortrag im Frankfurter Presseclub am 5. Mai 2010 ein. Nicole Beste-Fopma ist in den Niederlanden geboren, in Deutschland aufgewachsen, hat an der Uni Mannheim Sprach- und Literaturwissenschaft studiert und spricht fünf Sprachen fließend. Sie war Pressereferentin und hat heute ihre eigene PR-Agentur "Wort & Tat". Gleichzeitig arbeitet sie als Chefredakteurin und freie Journalistin, u.a. für das BPW-Journal.

Am Anfang jedes Textes stehe die Frage, was und worüber man schreiben und wie der Text gegliedert werden soll. Anschließend müsse er auf Leserfreundlichkeit überarbeitet und Korrektur gelesen werden, um ihn dann letztendlich veröffentlichen zu können.

Das Finden von Ideen erfolge entweder durch Gespräche oder Brainstorming. Dabei sollte man zunächst alle Einfälle notieren, anschließend bewerten, Ungeeignetes aussortieren und die besten Ideen niederschreiben. Oft kämen viele Ideen erst während des Schreibens. Träten dennoch Schreibstörungen auf, könnten diese durch Sport, Spazier-gang oder eine ähnliche Ablenkung überbrückt werden.

Eine Methode des Schreibens sei das sogenannte Freewriting. Hierbei gehe es darum, kreativ zu sein, den Gedankenfluss möglichst schnell zu Papier zu bringen, ohne dabei zu bewerten oder nach geeigneten Formulierungen zu suchen. Man sollte sich keine Zeitgrenze setzen, nicht auf Grammatik achten. Das Schreiben werde dadurch erleichtert und das Thema erforscht. Hierbei entstehe auch viel Material für weitere Schreibarbeiten.

Wichtig sei es auch, das Material vor dem Schreiben zu gliedern und zu ordnen. So helfe man dem Leser, sich im Text zu orientieren und dessen Erwartungen zu erfüllen. Gleichzeitig könne man den Text strukturierter gestalten und einfacher überarbeiten. In der Gliederung würden die wichtigsten Ideen zusammengefasst, und es entstehe ein eindrucksvolles Bild. Grundsätzlich aber sollte ein Text immer aus Einleitung, Hauptteil und Schluss bestehen. Die Art der Gliederung hänge von der Art des Textes ab. Ein Me-morandum schildere in der Regel kurz und prägnant Anliegen, Problem, Lösung mit anschließenden Folgen und Konsequenzen. Dagegen sei ein wissenschaftlicher Text meist wesentlich länger und ausführlicher.

Als weiteren wichtigen Aspekt bezeichnete die Referentin den Schreibstil sowie dessen Do's und Don'ts. Ziel sei es, ziel- und nutzerorientiert, verständlich und klar schreiben. Fremdwörter sollten nur verwendet werden, wenn es kein deutsches Wort dafür gebe. Floskeln, Worthülsen und Füllwörter sollten vermieden werden, da sie langweilig oder überflüssig seien. Das Schreiben in der Aktivform mit Tätigkeitswörtern sei der Passivkonstruktion vorzuziehen.

Soll der Text anschließend veröffentlicht werden, müsse viel Durchhaltevermögen bewiesen werden. Nur eine geringe Prozentzahl aller angebotenen Bücher werde von Verlagen akzeptiert.


Annette Schöneich, BPW Club Frankfurt am Main
 
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